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NDT-Wissen.Prüftechnik verstehen. Entscheidungen fundiert treffen.

Praxisorientierte Beiträge für Qualität, Produktion und Engineering – von der Prüfaufgabe bis zur automatisierten Umsetzung.

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12 Beiträge

Die Beiträge bieten fachliche Orientierung. Die konkrete Prüfaufgabe und die jeweils geltenden Anforderungen sind projektspezifisch zu klären.

Grundlagen

Prüfverfahren im Überblick.

Ultraschallprüfung – UT

Prinzip
Schallwellen werden in das Bauteil eingebracht. Aus den empfangenen Signalen lassen sich Hinweise auf Werkstoffabweichungen oder Bauteilabmessungen ableiten.
Typische Aufgaben
Untersuchung innerer Bereiche, Schweißnahtprüfung und Wanddickenmessung.
Zu beachten
Werkstoff, Geometrie, Schallankopplung und Orientierung möglicher Ungänzen beeinflussen die Aussage.
Automatisierung
UT kann je nach Aufgabe manuell, mechanisiert oder automatisiert eingesetzt werden. Phased Array und TOFD sind spezielle Ultraschalltechniken, deren Eignung aufgabenbezogen zu prüfen ist.

Wirbelstromprüfung – ET

Prinzip
Ein elektromagnetisches Feld erzeugt Wirbelströme in elektrisch leitfähigen Werkstoffen. Änderungen im Signal können auf unterschiedliche Werkstoff- oder Oberflächeneigenschaften hinweisen.
Typische Aufgaben
Untersuchung oberflächennaher Bereiche und geeignete Prüfaufgaben an Rohren, Halbzeugen oder Serienbauteilen.
Zu beachten
Elektrische Leitfähigkeit, Geometrie und Abstand zwischen Sensor und Bauteil sind relevante Einflussgrößen.
Automatisierung
ET lässt sich für geeignete Aufgaben gut in wiederkehrende Prüfabläufe und Materialflüsse integrieren.

Magnetpulverprüfung – MT

Prinzip
Ein ferromagnetischer Prüfgegenstand wird magnetisiert. Magnetische Streufelder an geeigneten Ungänzen können durch Prüfmittel sichtbar werden.
Typische Aufgaben
Nachweis von Oberflächenrissen und geeigneten oberflächennahen Ungänzen.
Zu beachten
Das Verfahren ist auf ferromagnetische Werkstoffe begrenzt; Prüfrichtung und Oberflächenzustand sind zu berücksichtigen.

Eindringprüfung – PT

Prinzip
Ein Eindringmittel gelangt in zur Oberfläche offene Ungänzen und macht sie im abgestimmten Prüfablauf sichtbar.
Typische Aufgaben
Oberflächenprüfung geeigneter, nicht poröser Werkstoffe.
Zu beachten
Innere, geschlossene Ungänzen sind damit nicht nachweisbar. Reinigung und Oberflächenzustand sind wesentlich.

Durchstrahlungsprüfung und industrielle CT – RT / CT

Prinzip
Durchstrahlung ermöglicht die bildgebende Untersuchung innerer Strukturen; industrielle CT erzeugt eine räumliche Darstellung aus mehreren Aufnahmen.
Typische Aufgaben
Untersuchung innerer Strukturen, beispielsweise bei Guss- oder Schweißbauteilen.
Zu beachten
Geometrie, Werkstoff, Fehlerorientierung und Strahlenschutz beeinflussen den Einsatz. CT ist eine spezielle bildgebende Technik und keine pauschale Alternative für jede Prüfaufgabe.

Sichtprüfung – VT

Prinzip
Zugängliche Oberflächen werden direkt oder mit geeigneten optischen Hilfsmitteln untersucht.
Typische Aufgaben
Erfassung sichtbarer Auffälligkeiten, Oberflächenzustände und fertigungsbezogener Merkmale.
Zu beachten
Zugänglichkeit, Beleuchtung und festgelegte Bewertungskriterien sind für die Aussage maßgeblich.

Diese Übersicht erläutert Verfahren. Welche davon im Projekt eingesetzt werden und welchen Leistungsumfang NPB übernimmt, wird anhand Ihrer Prüfaufgabe vereinbart.

Das passende Verfahren entsteht aus der Aufgabe.

Wichtige Ausgangspunkte sind Werkstoff, Bauteilgeometrie, gesuchte Ungänzen, Zugänglichkeit und die geforderte Aussage. Auch Produktionsbedingungen und Nachweisanforderungen spielen eine Rolle. Häufig ergänzen sich mehrere Verfahren. Eine allgemeine Rangfolge „bestes Prüfverfahren“ ist deshalb nicht sinnvoll.

Prüfumfang, Prüfabdeckung und Nachweisbarkeit unterscheiden.

Die Prüfung aller Bauteile beschreibt zunächst den Prüfumfang. Sie sagt allein noch nicht aus, welche Bereiche eines Bauteils erfasst werden und welche Ungänzen unter den konkreten Bedingungen nachweisbar sind. Diese Punkte müssen im Prüfkonzept gemeinsam betrachtet werden.

Rückverfolgbarkeit braucht mehr als einen Ergebniswert.

Ein Prüfstatus wird erst mit seinem Kontext nachvollziehbar. Dazu zählen die Bauteil- oder Chargenidentität, der Prüfzeitpunkt, die zugehörige Prüfanweisung und der verwendete Programmstand. Welche Roh- und Ergebnisdaten gespeichert werden, wird passend zu Prüfaufgabe, Kundenanforderung und Systemkonzept festgelegt.

Bauteilidentität, Prüfkontext, Prüfdaten sowie Bewertung und Rollen werden zu einem digitalen Prüfnachweis verknüpft.
Konzeptionelle Darstellung. Datenumfang, Schnittstellen und Aufbewahrung werden projektspezifisch festgelegt.

Qualifikation und betriebliche Verantwortung.

DIN EN ISO 9712 behandelt die Qualifizierung und Zertifizierung von ZfP-Personal. Der jeweils erforderliche Nachweis hängt unter anderem von Verfahren, Sektor und Aufgabe ab. Eine personenbezogene Qualifikation ersetzt keine anlagenspezifische Einarbeitung und ist keine pauschale Akkreditierung eines Unternehmens.

Fachliche Quellen

Die Beiträge und Verfahrensbeschreibungen dienen einer allgemein verständlichen Einordnung. Die genannten Organisationen sind Fachquellen, keine Kunden oder Kooperationspartner von NPB NDT Consulting. Quellen können auf Deutsch oder Englisch verfasst sein.

Welche Prüfaufgabe möchten Sie lösen?

Ob neues Prüfkonzept, automatisierte Prüfanlage, Anlagenanlauf oder Unterstützung im laufenden Projekt: Beschreiben Sie uns Ihre Ausgangssituation. Gemeinsam klären wir, welche Unterstützung zu Ihrem Bedarf passt.