Prüfverfahren
UT und ET: ergänzende Verfahren statt pauschaler Konkurrenz
Ultraschall und Wirbelstrom beantworten unterschiedliche Prüfaufgaben. Entscheidend sind Werkstoff, Zugänglichkeit und die gesuchten Ungänzen.
2 Min. LesezeitStand: Redaktion: NPB NDT Consulting
Die gewünschte Aussage bestimmt das Verfahren
Ultraschallprüfung nutzt die Ausbreitung von Schall im Werkstoff und kann für die Untersuchung innerer Bereiche oder zur Wanddickenmessung geeignet sein. Die Aussage hängt unter anderem von Geometrie, Werkstoff und Schallankopplung ab. Nicht jede relevante Ungänze ist aus jeder Einschallrichtung gleich gut erfassbar.
Oberflächennahe Aufgaben gesondert betrachten
Wirbelstromprüfung setzt elektrisch leitfähige Werkstoffe voraus. Sie kann für geeignete oberflächennahe Aufgaben und wiederkehrende Fertigungskontrollen eingesetzt werden. Geometrie und Sensorabstand beeinflussen das Signal. Die Auswahl sollte deshalb auf einer konkret beschriebenen Prüfaufgabe beruhen und nicht auf einer allgemeinen Aussage wie „ET ist schneller“.
Ergebnisse mit gemeinsamem Bauteilbezug verbinden
Eine Kombination kann sinnvoll sein, wenn unterschiedliche Prüfbereiche oder Ungänzen adressiert werden. Dafür müssen Aussage, Bewertung und Grenzen jedes Verfahrens getrennt dokumentiert bleiben. In einer automatisierten Linie benötigen beide Stationen eine verlässliche Bauteilzuordnung. Ein gemeinsamer Ergebnisstatus darf keine ungültige Einzelprüfung verdecken.
Checkliste für die Praxis
- Volumen- und Oberflächenaufgaben unterscheiden
- Werkstoff und Zugänglichkeit berücksichtigen
- Machbarkeit je Verfahren nachweisen
- Einzelstatus und Gesamtstatus nachvollziehbar verknüpfen
Planungsbeispiel
Illustratives Planungsbeispiel, keine Kundenreferenz.
Planungsbeispiel: Für eine metallische Maschinenbaukomponente werden innere Bereiche und eine oberflächennahe Zone als zwei Prüfaufgaben beschrieben. Erst danach wird bewertet, ob UT, ET oder eine andere Kombination zweckmäßig ist.
Das nehmen Sie mit
Die Kombination erweitert nicht automatisch die Nachweisbarkeit. Ihr Nutzen entsteht aus klar abgegrenzten Aufgaben und fachlich bewerteten Ergebnissen.
Fachliche Quellen
- DGZfP – Ultrasonic testing (externer Link, öffnet in neuem Tab)
- DGZfP – Eddy current testing (externer Link, öffnet in neuem Tab)
Die Beiträge und Verfahrensbeschreibungen dienen einer allgemein verständlichen Einordnung. Die genannten Organisationen sind Fachquellen, keine Kunden oder Kooperationspartner von NPB NDT Consulting. Quellen können auf Deutsch oder Englisch verfasst sein.
Die Beiträge bieten fachliche Orientierung. Die konkrete Prüfaufgabe und die jeweils geltenden Anforderungen sind projektspezifisch zu klären.
Sie möchten diese Fragestellung auf Ihr Bauteil oder Ihren Prozess übertragen? Beschreiben Sie uns die Aufgabe zunächst allgemein.
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