Prüfplanung
Ein Prüfkonzept beginnt mit der richtigen Frage
Welche Aussage wird über ein Bauteil benötigt? So werden Anforderungen, Verfahren und Nachweise zu einem umsetzbaren Konzept.
2 Min. LesezeitStand: Redaktion: NPB NDT Consulting
Die Prüfaufgabe vor der Geräteauswahl klären
Ein Prüfkonzept beschreibt, welche Aussage eine Prüfung ermöglichen soll und unter welchen Bedingungen sie gilt. Ausgangspunkt sind Bauteilfunktion, Werkstoff, Geometrie, Herstellungszustand und die gesuchten Ungänzen. Eine Geräteliste ersetzt diese Klärung nicht. Auch die Lage im Fertigungsablauf ist wichtig: Nach einer Bearbeitung können andere Bereiche zugänglich sein als am Rohteil.
Anforderungen in überprüfbare Schritte übersetzen
Prüfbereiche, anzuwendende Spezifikationen und Bewertungsgrundlagen sollten gemeinsam mit der zuständigen Qualitätssicherung abgestimmt werden. Dazu kommen Referenzierung, Behandlung ungültiger Prüfungen und der Umgang mit Klärfällen. Eine technische Anzeige ist nicht automatisch ein unzulässiger Fehler; die Bewertung braucht den vereinbarten Bezug.
Die Umsetzung gemeinsam vorbereiten
Produktion, Prüftechnik und Anlagenlieferant benötigen dieselbe Anforderungsgrundlage. Hilfreich ist eine nachvollziehbare Zuordnung von Anforderung, geplanter Umsetzung und vorgesehenem Nachweis. Offene Punkte erhalten einen Verantwortlichen und einen Termin. Änderungen am Bauteil oder Ablauf werden auf ihre Auswirkungen auf das Konzept geprüft.
Checkliste für die Praxis
- Bauteilzustand und Prüfzeitpunkt festlegen
- Prüfbereiche und gewünschte Aussage beschreiben
- Bewertung und Klärfälle abstimmen
- Nachweise und Verantwortlichkeiten zuordnen
Planungsbeispiel
Illustratives Planungsbeispiel, keine Kundenreferenz.
Planungsbeispiel: Bei einem bearbeiteten Schmiedeteil werden Rohteilprüfung und ergänzende Prüfung nach der Bearbeitung getrennt betrachtet. Ihre Aussagen dürfen erst nach fachlicher Bewertung gemeinsam eingeordnet werden.
Das nehmen Sie mit
Das Ergebnis ist eine gemeinsame technische Grundlage für Beschaffung, Durchführung und Nachweisführung – mit klar benannten Grenzen.
Fachliche Quellen
- DGZfP – NDT methods (externer Link, öffnet in neuem Tab)
- TWI – Non-destructive testing (externer Link, öffnet in neuem Tab)
Die Beiträge und Verfahrensbeschreibungen dienen einer allgemein verständlichen Einordnung. Die genannten Organisationen sind Fachquellen, keine Kunden oder Kooperationspartner von NPB NDT Consulting. Quellen können auf Deutsch oder Englisch verfasst sein.
Die Beiträge bieten fachliche Orientierung. Die konkrete Prüfaufgabe und die jeweils geltenden Anforderungen sind projektspezifisch zu klären.
Sie möchten diese Fragestellung auf Ihr Bauteil oder Ihren Prozess übertragen? Beschreiben Sie uns die Aufgabe zunächst allgemein.
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